Was erlauben Scholz?

Unser Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plant für Aktienkäufe eine Finanztransaktionssteuer von 0,2% einzuführen, um seine Grundrente finanzieren zu können. Derivate und der Hochfrequenzhandel, sprich Spekulanten, sind von dieser Steuer befreit. Die Finanz-Lobby hat ganze Arbeit geleistet. Es sind somit hauptsächlich kleine Anleger betroffen, welche unter anderem am Aktienmarkt für ihr Alter vorsorgen. Die Tatsache, dass Olaf Scholz sein Geld auf einem Sparbuch liegen hat (https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/abgaben-fuer-kleinanleger-olaf-scholz-der-anti-aktionaer/25108774.html), spricht Bände. Um die Kleinanleger zu entlasten plant er desweiteren eine Erhöhung des Sparerfreibetrags um 50 Euro von 801 Euro auf 851 Euro. Man könnte meinen dies ist ein schlechter Scherz eines Comedians, ist es aber nicht. Schauen wir uns doch einmal die Entwicklung des Sparerfreibetrags in den letzten Jahrzehnten genauer an.

Entwicklung Sparerfreibetrag/Sparerpauschbetrag

Dieser Freibetrag, bis zu dem keine Steuern auf Kapitalerträge zu entrichten sind, hat einen interessanten Verlauf hinter sich. Bei Ehepaaren liegt der Sparerfreibetrag bei 1.602 €.

Zeitraum Freibetrag pro Person
bis 1974
1975–1989 300 DM (153 €)
1990–1992 600 DM (307 €)
1993–1999 6.000 DM (3.068 €)
2000–2001 3.000 DM (1.534 €)
2002–2003 1.550 €
2004–2006 1.370 €
2007–2008 750 €
seit 2009 801 €

Europäische Finanztransaktionssteuer

Glücklicherweise gibt es mindestens ein Land in Europa, welches sich für Kleinanleger und Vorsorger interessiert und sich nicht von der Finanzlobby anal penetrieren lässt. Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz hat bereits klar gemacht, dass es mit seinem Land keine europäische Finanztransaktionssteuer geben wird, welche Spekulanten außen vor lässt.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Pläne keine Mehrheiten in der EU finden und im Papierkorb landen.