Was ist Frugalismus und was bringt er mir?

Übersetzen lässt sich „Frugalismus“ am besten mit Bescheidenheit, Genügsamkeit, Einfachheit, Luxusverzicht. Doch welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen und welche Vorteile bringt es? Vorweg schon einmal so viel: Wer weniger Geld ausgibt, muss auch weniger Geld einnehmen, um seine Kosten zu decken.

Im Internet kursieren seit geraumer Zeit verschiedene Blogs und Tutorials von „Frugalisten“. Sie verfolgen überwiegend das Ziel, zeitnah in das Stadium der finanziellen Unabhängigkeit einzutreten. Einige von ihnen gehen bereits im Alter von 40 Jahren in Rente. Aber was machen diese Menschen, um ihr Ziel zu erreichen und wie kannst Du davon profitieren?

Während dem Alltag entstehen unzählige fixe Kosten (Miete, Versicherungen, etc.) und variable Kosten (Nahrungsmittel, Klamotten, Elektronikartikel und andere Konsumgüter). Zunächst solltest du dir daher ein klares Bild über Deine Ausgaben machen. Dazu habe ich eine kurze, aber simple Rechnung für Dich erstellt.

Täglicher Coffee-to-go
Kosten pro Stück: 1 €
Kosten pro Woche: 5 €
Kosten nach 5 Jahren: 1.300 €

Tägliches belegtes Brötchen
Kosten pro Stück: 1,50 €
Kosten pro Woche: 7,50 €
Kosten nach 5 Jahren: ca. 1.950 €

Monatliche Handykosten
Kosten pro Monat: 29,99 €
Kosten pro Jahr: 359,88 €
Kosten nach 5 Jahre: 1.799,40 €

Wöchentlicher Restaurantbesuch
Kosten pro Besuch: 18 €
Kosten pro Monat: 72 €
Kosten nach 5 Jahren: 4.500 €

Gesamtkosten nach 5 Jahren: 9.549,40 €

 

Dir entstehen über die Dauer von 5 Jahren somit mehr als 9.500 Euro an Ausgaben. Klingt nicht gerade nach wenig. Doch mit unseren Tipps kann man einen Großteil dieses Betrags einsparen. So ist es deutlich günstiger, den Kaffee von zu Hause mitzunehmen. Verhungern musst du auch nicht, denn dein Brötchen kannst du einfach selbst belegen. Auf dein Smartphone musst du natürlich ebenfalls nicht verzichten, sondern lediglich einen günstigeren Prepaid-Tarif auswählen. Wenn du zudem deinen wöchentlichen Restaurantbesuch auf einen im Monat reduzierst, lässt dies deine Ausgaben zusätzlich schrumpfen. Eine bereinigte Kalkulation könnte dann so aussehen:

Täglicher Kaffee von zu Hause
Kosten pro Stück: 0,20 €
Kosten pro Woche: 1 €
Kosten nach 5 Jahren: 260 € (statt 1.300 €)

Tägliches selbst belegtes Brötchen
Kosten pro Stück: 0,70 €
Kosten pro Woche: 3,50 €
Kosten nach 5 Jahren: 910 € (statt 1.950 €)

Monatliche Handykosten
Kosten pro Monat: 9,99 €
Kosten pro Jahr: 119,88 €
Kosten nach 5 Jahren: 599,40 € (statt 1.440 €)

Monatlicher Restaurantbesuch
Kosten pro Besuch: 18 €
Kosten pro Jahr: 162 €
Kosten nach 5 Jahren: 1.080 € (statt 4.500 €)

Gesamtkosten nach 5 Jahren: 2.849,40 € (statt 9.549,40 €)

 

Ohne wirklich auf irgendetwas zu verzichten, sparst du innerhalb von 5 Jahren mit diesen einfachen Tricks ungefähr 7.000 Euro. Und das ist noch nicht alles, denn unsere Auflistung lässt sich natürlich auf viele weitere Bereiche übertragen und für Kostensenkungen nutzen. „Frugalisten“ verhalten sich genau nach diesem Prinzip und übertragen es quasi in alle Lebensbereiche. Das eingesparte Kapital lässt sich dann dazu verwenden, um es zu investieren.

Als Fazit dieser Lebensphilosophie lässt sich sagen, dass jemand der weniger ausgibt, weniger Zeit aufwenden muss, um seine Kosten zu decken. Das bedeutet, man hat im Endeffekt mehr Freizeit und kann sich zudem mehr auf sein Leben fokussieren.

 

Empfehlungs-Link
Rente mit 40: Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus