Was ist Frugalismus und was bringt er mir?

„Frugalismus“ stammt aus dem französischen (frugalité) und bedeutet lautet Duden so viel wie Genügsamkeit und Bescheidenheit. Grundsätzlich geht es darum, auf nichts zu verzichten, sondern sein Geld effizienter einzusetzen, um eine gleiche Lebensqualität zu erreichen. Die Frugalismus-Szene stammt ursprünglich aus den USA und erreicht immer mehr Menschen in Deutschland.

Ausgabenvergleich

Während unserem Alltag werden wir mit einer ein Vielzahl an Kosten konfrontiert. Sei es in Bezug auf die Wohnung (Miete, Strom, Wasser, Gas und Heizkosten) oder für dich persönlich (Lebensmittel, Freizeit, Klamotten, Restaurantbesuche, Hightech-Gadgets und vieles mehr. Wichtig ist, dass du dir einen Überblick über deine persönlichen Ausgaben verschaffst und ein Bewusstsein dafür entwickelst. Die folgenden Beispiele könnten doch zum Nachdenken anregen.

Coffee-to-go vs. Coffee@Home
Kosten pro Stück: 1,50 € vs. 0,30 €
Kosten pro Woche: 7,50 € vs. 1,50 €
Kosten nach 5 Jahren: 1.950 € vs. 390 €

Brötchen vom Bäcker vs. selbstgemachtes Brötchen
Kosten pro Stück: 1,80 € vs. 0,50 €
Kosten pro Woche: 9,00 € vs. 2,50 €
Kosten nach 5 Jahren: 2.340 € vs. 650 €

Handyflat vs. Prepaid
Kosten pro Monat: 29,99 € vs. 9,99 €
Kosten pro Jahr: 359,88 € vs. 119,88 €
Kosten nach 5 Jahre: 1.799,40 € vs. 599,40 €

Restaurant vs. selber kochen
Kosten pro Besuch: 18 € vs. 3 €
Kosten pro Monat: 72 € vs. 14 €
Kosten nach 5 Jahren: 4.500 € vs. 840 €

Gesamtkosten nach 5 Jahren: 10.589,40 € vs. 2.479,40 €

Über einen Zeitraum von 5 Jahren entstehen dir in diesem Beispiel somit mehr als 10.500 Euro an Ausgaben. Würdest du dich für die jeweilige Alternative entscheiden, müsstest du auf nichts verzichten und könntest insgesamt mehr als 8.100 Euro einsparen. Auch die kleinen Beträge summieren sich im Laufe der Zeit. Betrachtet man zusätzlich noch die Opportunitätskosten, sprich was passiert wären, wenn du das gesparte Geld investieren würdest, dann ist die Differenz gigantisch.

Re­sü­mee

Frugalismus ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber solltest du dich dafür entscheiden, dann entscheidest du dich für mehr Freiheit und Freiraum. Im Internet gibt es mittlerweile eine Reihe an Frugalisten auch aus Deutschland. Der bekannteste Frugalist Deutschlands dürfte übrigens Florian Wagner (von „geldschnurrbart.de“) sein. Er hat die finanzielle Unabhängigkeit bereits in jungen Jahren erreicht und fokussiert sich nun auf sein eigenes Business.

 

Literatur-Empfehlung
Rente mit 40: Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus